Skald — Metal als Tradition und Praxis.
Skald ist ein monatlich erscheinendes deutschsprachiges Fachmagazin für Folk-/Pagan-Metal, nordische Tradition und die DACH-Metal-Szene in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wir schreiben über die Folk-Metal-Welt zwischen Eluveitie (Schweiz seit 2002), Ensiferum (Finnland seit 1995) und der DACH-Folk-Welle, über die Pagan-/Viking-Metal-Tradition seit Bathorys Viking-Trilogie 1988-1991 (Quorthon mit „Blood Fire Death", „Hammerheart", „Twilight of the Gods") und Amon Amarths globaler Wende seit 2008, über die nordische Mythologie zwischen Älterer und Jüngerer Edda mit Voluspa und Snorri Sturlusons Skaldskaparmal, über die Indie-Label-Welt zwischen Nuclear Blast (Donzdorf seit 1987), Napalm Records (Wien seit 1992) und Century Media (Dortmund seit 1988), über die Festival-Welt zwischen Wacken Open Air (seit 1990) und Summer Breeze und über die Metal-Geschichte seit Black Sabbaths Genre-Begründung Februar 1970. Keine Label-PR, keine Affiliate-Vermittlung, keine Archiv-Wiederbelebung. Ein redaktionelles Folk-/Pagan-Metal-Fachmagazin, das die Metal-Welt als gleichzeitig kulturhistorische, ökonomische und gesellschaftliche Disziplin behandelt.
Skald ist explizit kein Archiv-Wiederbelebungs-Projekt und kein Drakkar-Records-Fan-Archiv. Das Magazin steht in keiner institutionellen oder personellen Verbindung zu einer Vorgänger-Archiv-Plattform und insbesondere in keiner Verbindung zum Drakkar-Records-Label (Bremerhaven seit 1993) oder zu konkreten Band-Roster-Veröffentlichungen.
Der Takt ist monatlich. Sechs Ressorts — Folk, Pagan, Tradition, Label, Festival, Geschichte — bilden das Gerüst. Die aktuelle Mai-2026-Ausgabe hat ihren Schwerpunkt in der Vorbereitung auf die Wacken-Open-Air-Saison 2026 (mit dem Festival am 30. Juli bis 1. August 2026 als 36. Ausgabe) und in einer Bestandsaufnahme der zeitgenössischen Wardruna-Tradition mit der dritten Soundtrack-Trilogie seit der „Vikings"-Serie 2013.
Der Name Skald ist Programm. Der Skald — der altnordische Dichter und Berichterstatter der Wikinger-Welt mit der charakteristischen Skaldendichtungs-Tradition seit dem 9. Jahrhundert (mit Eddischer Vers-Tradition und der Hauptaufgabe der Königsverherrlichung) — ist mehr als eine Berufsbezeichnung: Er ist die fundamentale mündlich-poetische Klammer der nordischen Tradition, die kulturelle Markierung der Wikinger-Welt-Erzählung und die archetypische Position des metaphorisch-narrativen Berichterstatters. Wir verwenden den Begriff als programmatische Selbstverortung: ein Fachmagazin, das die Folk-/Pagan-Metal-Welt an ihrer fundamentalen erzählerischen Tradition behandelt.
Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen der jahrtausendealten nordischen Tradition und der gegenwärtigen Metal-Markt-Realität. Bathorys Viking-Trilogie 1988-1991 hat das Genre begründet — aber die zeitgenössische Pagan-Metal-Welt ist seit der Mainstream-Wende durch Amon Amarth („Twilight of the Thunder God" 2008) und der Wardruna-Welle seit „Vikings" 2013 in eine neue Konsumphase eingetreten. Drakkar Records hat seit 1993 die deutsche Folk-/Pagan-Metal-Welt begleitet — aber die Plattform-Konsolidierung mit Spotify und Bandcamp hat die Indie-Label-Architektur fundamental verändert. Wacken Open Air seit 1990 ist das weltgrößte Metal-Festival — aber die jüngere Massen-Wende mit 75.000 Besucher:innen jährlich wirft Fragen der Authentizität der Underground-Tradition auf. Wir lesen das nicht als Genre-Sinnkrise, sondern als die normale Spannung zwischen Tradition und Markt-Realität.
Geschrieben ist Skald für Folk-/Pagan-/Viking-Metal-Fans, für Metal-Magazin-Lesende, für Indie-Metal-Label-Beschäftigte, für Festival-Veranstalter:innen, für Nordische-Mythologie-Aktive und für Religionswissenschaftler:innen mit germanischer Tradition. Wir setzen Vertrautheit mit metal- und nordisch-fachlicher Terminologie voraus (Mead, Drengr, Skaldskaparmal, Eddischer Vers, Black-/Death-/Doom-Metal als Sub-Genres), aber kein Skaldischen-Sprach-Diplom.
Gastbeiträge
Skald nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text geschrieben hat, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche und honorieren angenommene Beiträge nach festen Sätzen.
Metal ist für uns kein Sub-Kultur-Lifestyle. Sie ist die handwerklich-kulturelle Disziplin, in der eine Bathory-Sample am Sonntagabend die Genre-Architektur einer ganzen Tradition prägt.